
Drei Dinge von der Tagung „Ecopedagogy in the Foreign Language Classroom“ an der Università Ca‘ Foscari in Venedig beschäftigen mich auch Wochen später noch.
Ein gelassenes Tagungsformat. Zwei dichte Tage, eine überschaubare Gruppe, ein atemberaubender Palazzo am Canal Grande. Gespräche, die in einem Panel begannen, in den Pausen weiterliefen und am nächsten Tag fortgesetzt wurden. Ganz im Sinne einer Kontaktzone, wie der Linguistin Mary Louise Pratt sie beschreibt als „meet, clash, and grapple with each other“ im positivsten Sinne.
Europäische Vernetzung. Forschungsteams aus Österreich, Spanien und unsere italienischen Gastgeberinnen und Gastgeber an der Ca‘ Foscari brachten drei Jahre gemeinsamer Forschung zum Environmental Storytelling mit. Vortragende aus England, Dänemark, Deutschland und Schottland waren ebenfalls dabei. Europäische Zusammenarbeit in Bestform, dank Erasmus+.
Kollegialität. Ich hatte die Ehre, einen der Hauptvorträge zu halten, über Hoffnung, Verletzlichkeit, Englisch als Fremdsprache und Storytelling. Manche griffen meinen Blickwinkel auf, andere hinterfragten ihn kritisch. Rückmeldungen auf Papierzetteln durfte ich mitnehmen und verarbeiten. Genau diese produktive Reibung hatte ich gesucht.
Herzlichen Dank an die Organisatorinnen und Organisatoren vor Ort, allen voran Fabiana Fazzi.
Ursprünglich auf Englisch veröffentlicht auf Mastodon, Bluesky und LinkedIn, 8. Mai 2026.