Our False Friends

False Friends gibt’s nicht nur zwischen fremden Sprachen, sondern auch zwischen Alltagssprache und Akademikerdeutsch:

  • Das englische „handy“ bezeichnet etwas Praktisches, Handwerkliches – kein Mobiltelefon.
  • Das englische „Home Office“ evoziert das Innenministerium, keinen Heimarbeitsplatz.
  • Das englische „didactic“ beschreibt einen moralisierend-belehrenden Habitus und hat (hoffentlich) nichts mit unserer fremdsprachendidaktischen Wissenschaftsdisziplin zu tun.

„‚False friends‘ appear or sound like words in their own language, but have different meanings in others,“ schreibt die Linguistin Chi Luu – und gibt damit Einblick in die Veränderungsprozesse von Sprache (daily.jstor.org/friend-or-faux-the-linguistic-trickery-of-false-friends).

Wenn viele Leute in der „vorlesungsfreien Zeit“ nach Urlaub, Erholung und Seele-Baumeln-Lassen fragen, haben sie dann auch Prüfungskorrekturen, forschendes Schreiben und Publizieren, Gutachten, Anträge und Vorträge verfassen, Slides bebildern, Primärtexte und Forschungsliteratur lesen und einarbeiten, Vorlesungs- und Seminarpläne fürs neue Semester entwickeln, Lehrmaterialien aktualisieren, internationale Dienstreisen und Konferenzen, Weiterbildungen absolvieren und in den Arbeitsflow integrieren, Resturlaub vom vergangenen Jahr endlich nehmen, E-Mails-E-Mails-E-Mails… und also eine sehr intensive Arbeitsphase im Kopf?

Welche akademischen False Friends fallen euch ein?

#FalseFriends #Linguistik #AcademicLife #HigherEd #TEFL #Fremdsprachendidaktik #VorlesungsfreieZeit

Ursprünglich veröffentlicht auf Mastodon und LinkedIn, 27. März 2026.

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